Der Jungesellenabschied wurde am Ende des 19 Jahrhunders üblich. Anfänglich feierte nur der Bräutigam mit seinen besten Freunden. Doch heute lassen sich auch die Bräute die Gelegenheit sich vom Junggesellenleben zu verabschieden nicht mehr entgehen. Einige Tage vor der Hochzeit feiert also der Bräutigam mit seinen männlichen Freunden ausgelassen Abschied vom Junggesellendasein. Meist am selben Tag zieht auch die Braut mit ihren Freundinnen los. Ein Zusammentreffen der beiden Gruppen sollte allerdings vermieden werden.
Das Ziel eines Polterabends ist es, den zukünftig Verheirateten noch einmal die Gelegenheit zu einem beschränkten Tabubruch zu geben. Üblicherweise wird der Polterabend von den Trauzeugen organisiert. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Normalerweise tragen die Gäste die Kosten er Feier, damit sich das "Opfer" auch gebührend vom Junggesellenstand verabschieden kann.
Der Junggesellenabschied ist eine Tradition aus England („Stag Night“) und wurde früher beim Vater des Bräutigams abgehalten. Die Männer der beiden zu vereinigenden Häuser prüften damals auf das Genaueste, ob sich der Bräutigam mit seinen ehelichen Pflichten auskennt. In feinster Festtagskleidung wurden dabei Ansprachen von den Familienoberhäuptern abgehalten.
In Deutschland geht der Polterabend auf einen vorchristlichen Brauch zurück. Als Polterfest ist der Polterabend älter als die christliche Hochzeitszeremonie. Man glaubt mit dem Geklapper und Geklirr zerschellender Amphoren und Krüge die bösen Geister von Hochzeitshaus fortzuscheuchen. Polterscherben müssen aber aus jeden Fall aus Steingut und Porzellan bestehen. Keinesfalls darf Glas zerschlagen werden, da es als Unglückssymbol gilt. Die Scherben müssen vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Traditionell findet der Polterabend am Tag vor der Trauung statt.
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Es heißt zwar „PolterABEND“ aber warum nicht gleich daraus ein „Polterwochenende“ machen und mit Freunden unvergessliche Tage verbringen?