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Verlobungsringe

Verliebt, verlobt, verheiratet, die Verlobungsringe symbolisieren den ersten Schritt in Richtung eines gemeinsamen Lebens. Hat man sich dazu entschlossen miteinander den Bund für das Leben einzugehen, wird zuerst die Verlobung bekannt gegeben. Verlobungsringe stellen dabei die Verbundenheit zwischen zukünftiger Braut und zukünftigem Bräutigam dar. Doch welche Bedeutung haben die Verlobungsringe und wo haben sie ihren Ursprung?
Verlobungsringe

 

Mit den Verlobungsringen zeigt man nicht nur seine Verbundenheit zum Partner, sondern man zeigt damit auch dem Umfeld, dass man jetzt so gut wie unter der Haube ist.

 

Linke oder rechte Hand?

Traditionell wird der Ring zur Verlobung in Deutschland sowie auch in Österreich an der linken Hand getragen. An der Hochzeit wird er dann während der Trauung auf den Ringfinger der rechten Hand gesteckt.

Im Gegensatz dazu wird der Verlobungsring in der Schweiz sowie in südlicheren Ländern an der rechten Hand getragen und bei der Trauung auf die linke Hand gesteckt.

 

Tradition Ringfinger

Bei den alten Ägyptern hatte der Ringfinger eine ganz besondere Bedeutung. Er galt als Liebesfinger, an dem man vor der Hochzeit den sogenannten Liebesring getragen hat. Der romantischen Anatomie zufolge führt eine Arterie direkt vom Ringfinger zum Herzen, das als Zentrum aller Liebesgefühle galt und noch heute gilt. Glaubt man an Legenden, bricht der Ring in zwei, sobald die Treue gebrochen wird.

 

Tradition Ring

Der Ring gilt als Urform des Schmuckes, dem seit jeher mystische und geheime Kräfte zugeschrieben werden.

Im einstigen Römischen Reich wurden Eheringe in Form eines Schlüssels aus Eisen gefertigt. Der jungen Braut wurde somit die Schlüsselgewalt überlassen. Eisen wurde dabei mit den Begriffen Sparsamkeit, Bescheidenheit und Treue assoziiert, die damalgien Pflichten und Tugenden der Braut. Dieser Ring wurde allerdings nur von der Frau getragen, dem Mann war es erlaubt weiter umher zuziehen.

Aber nicht erst bei den Römern, sondern auch bei den Kelten fand man Ringe aus geflochtenem Gras. Diese galten symbolisch als Stammeszugehörigkeit und wurden zudem auch bei der Vermählung verliehen.

Bei den Germanen wiederum wurde der Ring als Pfand der Liebe gesehen. Die Nibelungen Sage um Siegfried und der Walküre Brunhild besagt, dass sich diese mit einem Ring ewige Treue gelobt haben, die von Siegfried gebrochen wurde.

 

Geschichtlicher Hintergrund

Der gegenseitige Austausch von Verlobungsringen hat seinen Ursprung im 11. Jahrhundert im byzantinischen Verlobungsritus. Aber erst seit dem Hochmittelalter wird der Verlobung, auf die in absehbarer Zeit die Trauung folgt, größere Gewichtung beigemessen. Der Braut wurde dabei ein Ring überreicht, um den Entschluss zu Heiraten zu bekräftigen. Dieser Brauch wurde auch bei heidnisch-römischen Verlobungsfeiern vollzogen.

Im 12. Jahrhundert hatte der Verlobungsring als Zeichen der Treue bereits eine so starke Bedeutung bekommen, dass von oberster bischöflicher Gewalt ein Verbot für junge Männer ausgesprochen wurde, das besagte jungen Frauen nicht nur zum Spaß einen Ring anzustecken.

Ein Jahrhundert später wurde der Ring zur Verlobung von der Kirche schließlich verstärkt in die Trauzeremonie mit eingebunden. Das Ziel war es, junge Männer zur Treue anzuhalten.

Im 14. Und 15. Jahrhundert wurde die Kraft der Bindung des Ringes noch intensiviert, indem man ihm einen sogenannten Liebesknoten aus Golddraht hinzugefügt hat.

Erst im 15. Und 16. Jahrhundert kamen schließlich die ersten Zwillingsringe auf. Zwillingsringe, das sind zwei Ringe, die man zusammenschieben kann. Jeder der beiden Verlobten trug einen davon und am eigentlichen Hochzeitstag wurden diese dann zusammengeführt und die Braut trug ihn von da an als Ehering.

 

Bildquelle: derTRAURINGjuwelier

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