Hochzeiten auf denen Tiere verschenkt werden oder freigelassen werden haben eine lange Tradition und sollen dem Brautpaar Glück bringen. Traditionelle „Hochzeitstiere" sind Schweine, Tauben, Störche und Schmetterlinge.
Das Schwein gilt als Symbol des Glücks. Man spricht deshalb auch vom „Glücksschwein". Allerdings gehen die Meinungen hier etwas auseinander. Während die einen glauben, dass das Schwein Glück bringt, meinen andere, dass es zu Reichtum verhilft. Gibt man dem Schwein die Essensreste der Hochzeit zum Fressen, wird es fett und lässt sich später gut verkaufen, so die Überlieferung.
Bevor ihr dem Brautpaar aber ein lebendes Ferkel schenkt, solltet ihr sicherstellen, dass das Schwein auch artgerecht gehalten werden kann. Möglicherweise können Verwandte
oder Bauern in der Umgebung das Schwein aufnehmen.
Weiße Tauben haben von jeher eine große Symbolische Bedeutung für die Menschheit und sind beinahe in jeder Kultur vortreten. Dabei ist ihre Bedeutung vielfältig. Weiße Tauben stehen für Liebe, Fruchtbarkeit, Reinheit und Friedfertigkeit, Treue und Glück.
Auch im Christentum hat die weiße Taube ein große Bedeutung, zum einem wird der heilige Geist als Taube dargestellt und zum anderen verkörpert die weiße Taube die Versöhnung zwischen Mensch und Gott nach der Sinnflut im Alten Testament. Als Noah eine Taube ausgesandt hat, welche mit einem Olivenblatt im Schnabel zur Arche zurückkehrte, wusste er, dass die Sintflut vorüber war.
Zum Symboltier für Hochzeiten wurde die Taube im Zeitalter des Barocks. Nach der Eheschließung werde zwei weiße Tauben von Brautpaar, als Zeichen von Liebe, Frieden und Glück freigelassen. Dressierte Tauben können heute bei Brieftaubenzuchtvereinen ausgeliehen werden.
Dieser Brauchtum ist auch heutzutage noch sehr beliebt. So lassen frischgebackene Ehepaare gerne einen ganzen Schwarm Hochzeitstauben nach der Trauung frei.
Mit dem Storch wird dem Brautpaar symbolisiert, dass es möglichst bald für Nachwuchs sorgen soll. Störche sind heute allerdings weniger verbreit als früher und deshalb nur schwer zu bekommen. Als Alternative wird deshalb oftmals ein Klapperstorch aus Holz oder Karton gewählt. Um die Bedeutung des Storchs noch einmal zu unterstreichen, kann vor dem Haus zusätzlich noch eine Wäscheleine mit Baby-Kleidung gespannt werden.
Das Aufsteigen lassen von Schmetterlingen ist ein Brauch, der ursprünglich aus Hawaii kommt. Einer Legende nach erfüllen Schmetterlinge demjenigen der sie freilässt einen Wunsch. Aus dieser Legende entstand im Tropenparadies und schließlich im ganzen Nord- und Südamerikanischen Raum der Brauch Schmetterlinge bei Hochzeiten freizulassen. Mittlerweise werden auch in unsere Breitengrade teilweise „Hochzeits-Schmetterlinge" freigelassen. Dazu erhalten die Gäste kleine Schachteln mit Schmetterlingen, die gleichzeitig geöffnet werden. Es stellt sich ein farbenfrohes Bild ein.
Allgemein ist zu beachten:
Tiere sind Lebewesen. Sind Tiere auf einer Hochzeit anwesend, muss man sich auch um ihr Wohl kümmern. Alle Tiere müssen mit für sie geeignetem Futter und genügend Wasser versorgt werden. Der Tierschutz darf auf bei Hochzeiten nicht vergessen werden.
Weitere Artikel zum Thema Brauchtum.
Hochzeiten sind teuer! Diese Tatsache ist kaum zu ändern. Fast alle Brautpaare legen zu Beginn ihrer Hochzeitsplanung das Budget fest. Kaum einer kann …
Für die Hochzeitsgäste eignet es sich immer einen Sitzplan zu erstellen. Es erspart ein großes Gedränge auf der Suche nach einem angenehmen Sitzplatz …
Ihr wollt eurer Hochzeit einen passenden WOW-Effekt verpassen? Dann haben wir zehn Tipps für euch:
Während der Hochzeitsvorbereitungen ist die Tischordnung wohl der Punkt mit dem Du Dich am meisten auseinandersetzen wirst. Denn auch, wenn die …