So geht es richtig: Mit dem Gesicht zur Lichtquelle.
Auch wenn man heute Speicherkarten mit riesigem Volumen kaufen kann, sollte man nicht wahllos zu knipsen beginnen. Damit du als Nicht-Profi auch tolle Bilder machen kannst, solltest du zuerst überlegen, ob dein Motiv auch Sinn macht. Für das Schnitzel beim Mittagessen wird sich später nämlich wohl kaum mehr jemand interessieren. Erst recht nicht, wenn man selbst nicht davon gekostet hat.
Wenn du ein schönes Motiv gefunden hast, das sich lohnt zu fotografieren, solltest du schauen, aus welchem Blickwinkel man dieses am besten ablichten kann. Oft verändern einige Schritte in eine andere Richtung das Foto ganz entscheidend. Es rücken andere Details in die Bildmitte.
Änderst du deinen Standort, musst du besonders den Hintergrund deines Motivs beachten: Vermeide einen Background mit vielen Farben. Diese lenken nur ab. Es könnte dir auch passieren, dass am neuen Standort plötzlich auch andere, unerwünschte Objekte in das Blickfeld gelangen. Vergewissere dich also, dass dort nichts ist, das da nicht hingehört.
Ein besonders großer Fehler passiert immer wieder bei Gruppenfotos. Dass alle Leute lächeln sollen und keiner die Augen verschlossen haben darf, weiß eigentlich jeder Fotograf. Was viele aber nicht beachten, ist das Licht. Niemals gegen das Licht fotografieren! Gerade in geschlossenen Räumen steht man zum Fotografieren oftmals vor dem Fenster zusammen, da dort keine Möbel im Weg stehen. Oder man möchte Personen um den Tisch ablichten, vergisst aber, dass diese vor einer Lichtquelle (Fenster) sitzen. Was passiert? Der Hintergrund ist überbelichtet und die Gesichter sind dunkel. Da der Blitz einer kleinen Kompaktkamera in der Regel nicht ausreicht, um dem Außenlicht entgegenzuwirken, sollte nicht gegen das Fenster fotografiert werden. Macht man es richtig, steht der Fotograf am Fenster und die Personen schauen zu ihm in Richtung des Fensters. So haben die Leute das Licht im Gesicht und sind später gut zu erkennen. Außerdem werden dadurch Reflexionen des Blitzes im Fensterglas vermieden.
Weiters ist der richtige Abstand zum Motiv entscheidend. Beim Betrachten des Bildes sollte dein Blick immer gleich auf das Hauptmotiv fallen. Stehst du zu weit weg vom Motiv oder verwendest du zu wenig optischen Zoom, können andere Gegenstände die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Arbeite deshalb besser mit kleineren Bildausschnitten. Große Bildausschnitte können für Landschaftsaufnahmen hergenommen werden, nicht aber für ein Brautpaar.
Beachte auch den fotografischen Ehrenkodex: Lauf nicht in das Bild deiner Kollegen! Nichts ist ärgerlicher als wie wenn man ein tolles Motiv ablichten möchte und jemand anders vor die eigene Linse spaziert. Dadurch wurden schon viele Bilder unbrauchbar. Lass also etwas Umsicht walten, wenn du in der Nähe des Brautpaars gehst.
Schnappschüsse
Diese Liste lässt sich zwar noch beliebig erweitern, aber mit diesen Tipps hast du jetzt auf jeden Fall eine brauchbare Anleitung für schöne Bilder parat. Planung ist aber nicht immer alles. Vieles lässt sich nämlich nicht planen. Auf Hochzeiten kommen neben Digitalkameras beispielsweise auch Einwegkameras zum Einsatz. Diese werden vom Hochzeitspaar auf den Tischen verteilt, sodass in besonderen Augenblicken jeder einen Fotoapparat griffbereit hat. So entstehen dann jene ungeplanten Schnappschüsse, über die man später herzhaft lachen kann.
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