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Knigge für Hochzeitsgäste

Nicht nur aus Gründen des Anstands, sondern auch aus organisatorischen Gründen sollten sich Hochzeitsgäste an bestimmte Regeln halten. Schließlich sorgen auch die Gäste dafür, dass die Hochzeit zu einem unvergesslich schönen Tag im Leben des Brautpaares wird.
Knigge für Hochzeitsgäste

Gute Umgangsformen sind nicht mit Gesetzen gleichzusetzen, sondern sind Ausdruck für den Respekt gegenüber seinen Mitmenschen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich in besonderen Situationen entsprechend zu verhalten weiß. Schließlich soll der Hochzeitstag für das Brautpaar also auch die Gäste romantisch und märchenhaft schön verlaufen. Da ist es natürlich unangebracht, als Gast von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten.

Die Kirche ist für viele ein Ort geworden, den sie nur noch an Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen betreten. Wer also Texte von Liedern und Gebeten nicht im Kopf oder nicht mehr weiß, dass Glocke zum Kreuzzeichen auffordert, sollte sich zumindest bemühen es dem Banknachbarn gleich zu tun.

Wer es trotz alle Bemühungen nicht rechtzeitig vor Beginn der Trauung schafft hier zu sein, sollte daran denken das Kirchentüren beim Öffnen sehr laut knarren und quietschen können. Hat die Messe schon angefangen, wissen spätestens jetzt alle, dass du zu spät bist.

 

Abgesehen von der Kirche, gibt es aber noch viele andere Punkte die zu berücksichtigen sind.Hier die zehn wichtigsten Hochzeits-Knigge-Regeln:

  • Die Hochzeitseinladung: Sagt rechtzeitig zu oder ab, nach dem du die Hochzeitseinladung erhalten hast. Das Brautpaar hat schließlich eine Hochzeit zu planen und sollte daher wissen wer kommt und wer nicht. Diese Information möchte man von den jeweiligen Gästen gern persönlich erhalten. Seine zu- oder absage über Dritten ausrichten zu lassen ist unhöflich.

  • Die Kleiderordnung: Es ist der große Tag des Hochzeitspaars. In Sachen Kleider dürfen die Braut und der Bräutigam nicht übertrumpft werden. Damen mögen auf weiße Kleider verzichten. Trägt die Braut eine andere Farbe so sollte auch diese nicht getragen werden.

  • Pünktlichkeit: Erscheine überpünktlich (ca. eine halbe Stunde vorher) zur Hochzeit. So kommt es zu keine Verzögerungen und ihr habt auch ein wenig Zeit Verwandte und Bekannte zu begrüßen. Außerdem verraten viele Kirchentüren die verspäteten Gäste mit einem lauten Knarren und Quietschen.

  • Handy: Natürlich ist Mobiltelefon während der Trauung auszuschalten.

  • Gratulation: Nach der Trauung wird erst dem Brautpaar und dann meist auch den Brauteltern gratuliert. Kennst du die Brauteltern nicht, stellst du dich ihnen nach der Gratulation vor und erklärst ihnen deine Beziehung zum Brautpaar.

  • Hochzeitsgeschenke: Die Hochzeitsgeschenke werden weder vor der Trauung noch direkt danach überreicht. Oftmals steht bei der anschließenden Hochzeitsfeier ein Tisch dafür bereit. Erwarte aber kein „Oh wie schön" dafür, denn die Präsente werden meist erst am nächsten Tag geöffnet. Vielleicht erkundigst du dich vorher, was sich das Paar wünscht oder ob andere Gäste ein gemeinsames Geschenk machen. Ein dritter Toaster oder eine wagenradgroße Obstschale erfreuen wohl nicht wirklich. Möchtest du ein Geldgeschenk machen, verpacke es diskret oder originell.

  • Tischordnung: Gibt es keine Tischkärtchen die dir deinen Platz zuweisen. Beachte die Tischordnung. An der Hochzeitstafel sitzen gleich neben dem Brautpaar traditionellerweise die Brauteltern, Trauzeugen, Geschwister, der Pfarrer und anschließend die engsten Verwandte und Freunde.

  • Die Hochzeitsrede: Wurdest du gebeten eine Hochzeitsrede zu halten sprich die mit den Trauzeugen ab wann du an der Reihe bist. Möchtest du ganz spontan eine Ansprache halten, überleg dir, was du sagen möchtest. Halten die Eltern oder die Trauzeugen eine Hochzeitsrede, lass ihnen den Vortritt.

  • Gespräche: Streite nicht mit anderen Gästen oder unliebsamen Verwandten. Außerdem sollst du an diesem Tag nicht über andere Leute lästern. Die Hochzeit ist ein Grund zur Freude, da haben Gemeinheiten keinen Platz.

  • Der Eröffnungstanz: Der erste Tanz gehört dem Brautpaar. Erst nachdem auch die Brauteltern ihre Hüften geschwungen haben, dürfen die übrigen Hochzeitsgäste dazukommen.

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