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Der „hong bao“ spielt auf einer chinesischen Hochzeit eine entscheidende Rolle. Der roter Umschlag mit Geld, den der Bräutigam der Familie der Braut überreicht, nachdem er diese gefunden hat. Erst dann kann die feierliche Zeremonie beginnen.
Der richtige Zeitpunkt hängt ganz von deinem Astrologen ab. Chinesische Paare engagieren gerne einen Astrologen oder Wahrsager, der ihnen anhand ihres Geburtsdatums ein passendes Hochzeitsdatum heraussucht.
In China tragen Bräute traditionell ein rotes Brautkleid. Wenn du glaubst, es ist bereits schwierig genug ein Hochzeitskleid zu finden, dann pass nun gut auf: Chinesische Bräute kaufen sich so viele Brautkleider, wie ihr Hochzeitsbudget es erlaubt, und wechseln dieses während der Hochzeit aus. Damit zeigen sie ihren Familien und Freunden, dass sie nicht knapp bei Kasse sind.
Kurz vor dem eigentlichen Hochzeitstag werden die Brautjungfern es dem zukünftigen Ehemann ziemlich schwer machen, den Weg zur Braut zu finden. Sind deine besten Freundinnen zufrieden mit seinen Angeboten und erklären ihn für würdig genug, um einzutreten, wird den Familien rituell Tee serviert, während das angehende Brautpaar Wein aus Kelchgläsern trinkt. Das Besondere daran, die Kelche sind mit einem roten Faden oder Papier zusammengeschnürt, die eure Bindung symbolisch darstellen.
Ein 10-12 Gänge Menü gehört zur chinesischen Hochzeitstradition einfach dazu. Eine unaufdringliche Art und Weise um seinen Wohlstand zu zeigen. Der teuerste Gang, der serviert werden kann, ist Haifischflossensuppe. Pro Gast kostet dieser gut 100 Euro. Weitere Köstlichkeiten sind Vogelnestsuppe und ein ganzer Fisch. Dieser wird aus dem Grund serviert, da das chinesische Wort für Fisch „yu“ ähnlich wie das Wort für Wohlstand klingt.
Traditionell wird der „lion dance“ aufgeführt. Die Tänzer schlüpfen in katzenartige Kostüme und wiegen sich zu den Klängen von Trommeln und Gongs hin und her. Dieser Tanz soll die bösen Geister vertreiben.
In China ist es Brauch, das die Hochzeitsgäste dem frisch getrauten Ehepaar nach der Hochzeit bis in das Schlafzimmer folgen. Dabei machen sie so viele und laute Geräusche wie möglich, mit dem Ziel das Paar zu necken. Dann, als Teil des Spiels, und als ob sie etwas Drängen nötig hätten, werden die frisch Getrauten zu gespielten Intimitäten ermutigt. Üblicherweise versuchen die ebis zu drei Tagen im Zimmer zu bleiben – oder so lange, bis das Paar sie hinausschmeißt.
Bild: nahtanoj
Bildrecht: Creative Commons
Datum: 24.03.2011
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