Ist es nicht wegen der Vertreibung der Geister so doch, um mit dem Traumkleid zu überraschen und die Reaktion des Bräutigams zu genießen. Der beliebte Brauch und das Geheimnis um das Brautkleid bringen heute jedoch ein paar kleine Probleme mit sich, die allerdings leicht gelöst werden können.
Gehen wir nur bis in die 80er Jahre zurück: Es war selbstverständlich, dass die Braut ganz in Weiß heiratete, der Bräutigam trug Schwarz. Dabei konnte er zwischen Festanzug, Spencer, Smoking oder Cut wählen. Dies spielte für den Stil des Brautkleides keine Rolle. Festlich war es allemal und ob die Braut sich für Romantik, verspielten Look oder etwas besonders Feminines entschied, störte das Gesamtbild des Paares am Hochzeitstag nicht.
Der Sprung in das 21. Jahrhundert hat auch in Sachen Hochzeitsmode große Veränderungen mit sich gebracht. Die Braut wählt was ihr gefällt und zu ihrem Typ passt. Modemacher präsentieren nicht nur Crèmetöne oder champagnerfarbene Kleider. Von sanften Pastellfarben bis zu kräftigem Blau, Rot oder sogar Schwarz ist alles möglich. Auch zweifarbige Kleider, beispielsweise Crème kombiniert mit Weinrot, erfreuen sich großer Beliebtheit. So groß die Vielfalt bei den Farbtönen, so groß ist sie auch den Stil betreffend. Lange Kleider mit oder ohne Schleppe, kurze Kleider, elegante Hosenanzüge oder Brautkleider mit einem körperbetonenden Schnitt, der sexy wirkt, stehen zur Auswahl.
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Der Bräutigam hat ebenfalls die Qual der Wahl. Längst sind die Schnitte modischer, teilweise alltagstauglich geworden. Es gibt junge Linien und Partyanzüge. Schwarz kann getragen werden, muss aber nicht. Von Dunkelbraun bis Schneeweiß ist auch hier nahezu alles möglich. Das macht die Abstimmung zwischen Braut und Bräutigam schwierig, vor allem, wenn auch der Bräutigam den Brauch aufgreift und ohne seine Zukünftige zum Anzugkauf geht. Viele Männer nehmen einen Freund oder eine Freundin mit, andere gehen mit der Mutter oder lassen sich von der Schwester beraten. Sind auch die Begleiter nicht eingeweiht in das Geheimnis der Braut, ist guter Rat teuer. Allein die Wahl des Hemdes wird zu einem Problem, denn je nach Farbe des Kleides, sieht ein crèmefarbenes Hemd schnell schmuddelig aus, ein weißes wirkt zu hart. Problem erkannt und gelöst.
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Die Entscheider in den Brauthäusern haben das Problem und den Wunsch der Brautpaare erkannt. Viele haben eine gute Lösung gefunden. Ateliers, die zunächst ausschließlich die Braut bedient haben, nahmen Herrenanzüge, speziell für den Bräutigam, in ihr Sortiment mit auf. Die Bereiche sind räumlich getrennt, durch unterschiedliche Etagen, abgeschlossene Bereiche oder Einzelgeschäfte, die nebeneinander liegen.
Da die Braut den Stil der Hochzeitsmode und Farbe vorgibt, begibt sie sich in der Regel viel früher auf Brautkleidsuche als der Bräutigam. So weiß das Fachpersonal Bescheid welches Kleid sie gewählt hat und kann den Bräutigam nicht nur fachgerecht sondern passend zu seiner Braut beraten. Das Geheimnis um Brautkleid und Anzug bleibt bis zum Tag der Hochzeit in den Brauthäusern gut bewahrt. Die Garantie für einen harmonischen Auftritt ist gegeben.
Die größste Hürde bei der Auswahl der richtigen Hochzeitsmode ist die typgerechte Auswahl. Dabei sollte die Braut bei der Farb- und Stilwahl ihres Brautkleides auch den Bräutigam berücksichtigt. Daher zeigen einige Brautmodengeschäfte der Braut während der Anprobe Möglichkeit auf, die der Bräutigam zum jeweiligen Kleid hat. Grundsätzlich empfieht es sich eine Stoffprobe des Brautkleides beim Anzugskauf mitzubringen oder vorher abzugeben, sollte das Brautkleid vor dem Bräutigam geheim gehalten werden. Das Fachpersonal kann dann konkrete Tipps für zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten vorschlagen.
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Neben der Hochzeitskleidung für Braut und Bräutigam bieten viele Geschäfte auch Kleidung für die Hochzeitsgäste an. So kann auch die Gardarope der Gäste auf die des Hochzeitspaares abgestimmt werden. Die Hochzeitsgäste sollten dem Brautpaar mit Respekt begegnen und dem Anlass entsprechend zur Feier erscheinen. Wünscht das Brautpaar ausdrücklich Abendgarderobe, sollte dies aber bereits auf der Einladung vermerkt sein. Die Gäste sollten allerdings das Brautpaar in der Wahl der Mode nicht überbieten. Weiß und Crème bleiben der Braut vorbehalten.
Grundsätzlich sollte der erste Termin zur Kleiderwahl mindestens sechs Monate vor dem Hochzeitstermin stattfinden. Allein die langen Lieferzeiten, vor allem, wenn es sich um ausländische Kleider handelt, zwingen zu einer langen Vorplanung. Beim Bräutigam geht es in der Regel schneller und die Ausstatter sind darauf eingestellt, dass die meisten Männer „auf den letzten Drücker kommen". Muss es bei der Braut ganz schnell gehen, gibt es auch dafür immer Lösungen. Die meisten Brauthäuser haben viele Kleider in unterschiedlichsten Stilen, Farben und Größen vorrätig. Änderungen werden meist im hauseigenen Atelier vorgenommen. So kann letztlich jedes Problem gelöst werden. Die Profis gehen insgesamt noch einen Schritt weiter. Sie raten, die Wahl der Dekoration und selbstverständlich die Farben des Brautstraußes komplett auf das Kleid der Braut abzustimmen. Der festliche, harmonische Rahmen wird somit abgerundet. Letztlich wirkt sich das, wenn auch unbemerkt, auf die Gesamtstimmung aus. Aus der Feier wird ein Fest.
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geschrieben von Hera dem Hochzeitsmagazin |
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