Der Ursprung des Brautschleiers ist nicht bekannt, er wird aber als Überbleibsel des Brautraubes angesehen. Er soll die Decke symbolisieren die der Brauträuber seiner Auserwählten üblicherweise über den Kopf geworfen hat.
Im Laufe der Geschichte wurden dem Brautschleier mehrerer Bedeutungen übertragen. Allen voran war er ein sichtbares Symbol der Trennung und des Abschiedes. Er sollte die Gefühle und Tränen der Braut verbergen.
Der Brautschleicher diente aber auch dazu die Braut vor bösen Geistern und Dämonen zu beschützen die auf dem Weg zwischen Elternhaus und Eheman lagen. Damit ware sicher auch Zweifel und die Frucht vor dem oft fremden Bräutigam gemeint.
Mit der Entschleierung im Hause des Bräutigams, war die Trennung vom Elternhaus und der Mädchenzeit endgültig abgeschlossen. So war die Entschleierung nicht nur eine Entjungferung im sexullen Sinn.
Üblichweise wurde der Brautschleier erst um Mitternacht abgenommen ab diesem Zeitpunkt wurde die Braut zur Ehefrau. Dem Bräutigam war es aber vorbehalten den Brautschleier seiner Braut vor dem Altar zu lüftet bzw. zurückzuschlagen, wenn die Braut ganz und gar verschleiert war. Diese Sitte ist auf eine alte Vorsicht zurückzuführen. Der Bräutigam wollte sich damit vergewissern, dass ihm nicht die falsche Braut untergejubelt wurde.
Rund um das Abnehmen des Brautschleiers um Mitternacht sind verschieden Bräuche wie das der Schleiertanz oder auch Kranzlabsingen entstanden. Dieses Ritual ist auch heute noch auf vielen Hochzeiten zu finden. Die Braut tanzt alleine und alle unverheirateten Frauen versuchen ein Stück ihres Brautschleiers abzureißen. Somit erhalten sie eine Erinnerung and die Hochzeitfeier und eine Teil des reichen Segens, den das Brautpaar an diesem Tag empfangen hat. Es heißt auch, die nächste Braut wird das diejenige die das größe Stück des Brautschleiers erhascht hat.
Die bevorzugte Farbe der Brautschleier war und ist in unseren Breitengraden weiß. Nichtzuletzt deswegen wurde die weiß zur Farbe der Jungfräulichkeit. Füher war jedoch der Schleier der einzige weiße Bestandteil der Hochzeitsrobe erst im 20. Jahrhundert ging man dazu über auch weiße Brautkleider zu tragen.
Neben weiß wurden in machen Kulturen auch rot Brautschleier getragen beispielsweise im Alten Rom. Rot symbolisierte Liebe, Feuer, Jungend, Leidenschaft, Hingabe und Treue. In manchen Teilen der baltischen Länder tragen die Bräute auch heute noch rote Brautschleier.
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