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Früher wurde nur innerhalb einer sozialen Klasse oder einer sozialen Schicht geheiratet. Auch die Berufsgruppe, der Besitz und die Bildung der Brautleute spielte eine wesentliche Rolle.
Die Grundregel, die im sozialen Heiratskreis herrschte war so geregelt, dass wohlhabende Familien, also die Oberschicht nur untereinander oder in die Mittelschicht einheirateten. Die Mittelschicht heiratete auch nur untereinander oder in die Oberschicht. Die Besitzlosen heirateten normalerweise nur untereinander oder in die Mittelschicht. Das Heiraten von Besitzlosen in die Mittelschicht wurde als sozialen Aufstieg angesehen.
Die Heiratspolitik der Oberen und der Mittelschicht war darauf gerichtet, das eigene Vermögen zu erhalten und möglicherweise, durch eine „gute“ Hochzeit noch zu vermehren.
Diese wurden stark von den Berufsgruppen geprägt. Viele Berufe setzten ein Abwandern voraus, um erfolgreich zu sein, wie zum Beispiel Glasmacher. Andere Berufe, wie Bauer oder Gärtner, blieben im eigenen Dorf. Somit wurde sich der Ehepartner immer in dem Kreis gesucht, in dem die jeweilige Arbeit vollbracht wurde.
Durch Kriege, Verfolgungen, Seuchen und außerordentliche Veränderungen der wirtschaftlichen Struktur wurden die Muster des räumlichen Heiratskreises durchbrochen.
Der Hochzeitskreis ist das räumlich und sozial begrenzte Umfeld, in dem in der Regel die Trauung des Brautpaares stattfindet. Die Kriterien zur …