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Rund um das Hochzeitskleid ranken sich viele Traditionen und Bräuche. Einige davon sind bereits mehr oder weniger in Vergessenheit geraten und spielen heutzutage auch nur noch eine untergeordnete Rolle. Dennoch ist es schön, zu wissen, welche Traditionen es gibt, und vielleicht findet man doch noch die ein oder andere, die man für seine Hochzeit wieder aufleben lassen möchte. Viel Spaß beim Schmökern.
Das Kleid sollte unter keinen Umständen zu früh fertig werden. Erst am Hochzeitstag selbst sollte der letzte Stich mit Nadel und Faden gezogen werden, denn wird es bereits am Vortag fertig, so ist ein Unglück vorprogrammiert. Hast du dein Brautkleid in einem Brautmodengeschäft gekauft, so kannst du am Tag der Hochzeit noch eine kleine Blütenapplikation, ein Kristall oder eine Glücks-Münze in den Saum einnähen lassen.
Etwas Altes, etwas Neues, etwas Gebrauchtes und etwas Blaues. Diese vier Dinge machen, mag man einem englischen Brauch glauben schenken, das Hochzeitsoutfit der Braut erst perfekt.
Die Aufgabe der Brautjungfern ist es, die bösen Geister von der Braut abzulenken. Aus diesem Grund sollen sie zwar Kleider tragen, die dem der Braut ähneln, dennoch können es natürlich keine in der Hochzeitsfarbe Weiß sein, denn diese Farbe steht allein der Braut zu.
Du möchtest dein Brautkleid selbst nähen? Dann sollstest du diesen Entschluss vielleicht noch einmal überdenken. Ein altes Sprichwort besagt: "So viele Stiche, so viele Tränen." Es bringt also Unglück, selbst Hand an zu legen, so haben in früheren Zeiten sogar Schneiderinnen ihr Hochzeitskleid von jemand anderem nähen lassen.
Eine Glücks-Münze im Schuh der Braut garantiert, dass in der Ehe niemals das Geld knapp werden wird. Geldnöte ade!
Du lässt dir dein Traumkleid auf den Leib schneidern? Dann bitte deine Schneiderin, dass sie darauf achtet, das im Nähzimmer nicht gepfiffen wird, denn das bringt ebenfalls Unglück.
Um jegliches Unglück zu vermeiden, sollte die Braut erst in den Spiegel schauen, nachdem sie ihr Brautoutfit vollständig angelegt hat.
Der Bräutigam darf das Brautkleid erst am Hochzeitstag selbst zu Gesicht bekommen. Bis kurz vor der Trauung ist es ein Geheimnis, alles andere bringt, laut dem Volksmund, Unglück.
Der Schleier ist das Symbol der Jungfräulichkeit und sollte erst kurz vor der Hochzeitsnacht abgenommen werden. Einer Tradition zu Folge wird der Schleier abgetanzt, d.h. das sich am Ende des Abends, wenn Braut und Bräutigam gemeinsam tanzen, sich alle ledigen, weiblichen Gäste um das Brautpaar gruppieren. Diese versuchen nun, ein Stück vom Schleier der Braut zu ergattern. Es empfiehlt sich für die Durchführung dieses Brauchs einen zweiten Ersatzschleier zu tragen und diesen vorher etwas einzuschneiden, so ist er einfacher zu reißen.
Am Tag der Trauung darf nur die Braut allein ein weißes Kleid tragen. Diese Farbe ist für die anderen Hochzeitsgäste absolut tabu. Dieser Brauchtum garantiert, dass die Braut allein im Mittelpunkt steht.
Bildquelle: Lilly
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